Jemand hat Ihren Namen von einem Bekannten gehört und gibt ihn bei Google ein. Früher stand dann meist Ihre Website ganz oben. Inzwischen erscheint bei vielen Suchen nach Firmennamen zuerst eine Übersicht mit KI, die zusammenfasst, was im Netz über Sie zu finden ist. Und diese Zusammenfassung stammt nicht nur aus Ihren eigenen Seiten.
Kurz gesagt: Google zeigt bei Suchen nach Marken- und Firmennamen immer häufiger eine KI-Übersicht. Sie stützt sich auch auf fremde Quellen wie Profile, Videos oder Artikel über Sie. Prüfen Sie regelmäßig, was dort über Ihr Unternehmen steht, sorgen Sie für klare Fakten auf Ihrer Website und in Ihren Profilen, und melden Sie Fehler über die Feedback-Funktion.
Was sich gerade ändert
Das SEO-Tool Ahrefs hat Google-Suchergebnisse in den USA (Desktop) von Juli bis September 2026 ausgewertet. Bei Suchen nach Markennamen erschien im Monatsdurchschnitt im Juli bei 61,3 % eine KI-Übersicht, im September bereits bei 73,3 % (Ahrefs). OnlineMarketing.de hat das Muster auch bei Suchen in Deutschland nachvollzogen (OnlineMarketing.de).
Spannend ist, welche Quellen Google dabei nennt. In einer Stichprobe von 100 großen Marken fand Ahrefs unter den Übersichten mit Quellenangabe am häufigsten:
| Quelle | Anteil der KI-Übersichten, die sie zitieren |
|---|---|
| Wikipedia | 71,9 % |
| YouTube | 38,6 % |
| 22,8 % |
Das sind Zahlen zu großen, internationalen Marken. Für einen Handwerksbetrieb in Offenbach oder eine Praxis in Wiesbaden sehen die Quellen anders aus. Das Prinzip bleibt aber gleich: Google fasst zusammen, was andere über Sie veröffentlicht haben, nicht nur, was Sie selbst schreiben.
Warum das lokale Unternehmen betrifft
Gerade lokale Betriebe leben von Empfehlungen. Wer Ihren Namen von Nachbarn oder Kollegen kennt, sucht ihn bei Google, bevor er anruft. Steht dort eine Zusammenfassung, liest er die zuerst. Ist sie lückenhaft oder veraltet, etwa mit einer alten Adresse oder Leistungen, die Sie gar nicht anbieten, geht der Anruf vielleicht an jemand anderen.
Google weist selbst darauf hin: „Bei Übersichten mit KI können und werden Fehler vorkommen“ (Google-Hilfe). Umso wichtiger ist, dass die Quellen über Ihr Unternehmen stimmen.
Der 5-Minuten-Selbsttest
- Firmennamen suchenEinmal nur den Namen, einmal Name und Ort, am besten in einem privaten Browserfenster, auf dem Smartphone und am Computer.
- KI-Übersicht lesenErscheint eine Übersicht? Stimmen Leistungen, Ort, Öffnungszeiten und Ansprechpartner?
- Quellen ansehenUnter oder neben der Übersicht nennt Google die Seiten, auf die sie sich stützt. Ist Ihre Website dabei, und welche fremden Seiten?
- Fehler notierenWas falsch oder veraltet ist und aus welcher Quelle es stammt.
Was Sie beeinflussen können
- Ihre Website als klarste QuelleEine Über-uns-Seite mit eindeutigen Fakten: wer Sie sind, was Sie anbieten, wo Sie arbeiten, seit wann es Sie gibt. Dazu Antworten auf häufige Fragen. Laut Google braucht es dafür keine Spezialoptimierung, die normalen SEO-Grundlagen gelten (Google Search Central).
- Profile, die Sie selbst pflegenIhr Google-Unternehmensprofil, eine LinkedIn-Seite für Firma und Inhaber und, wenn Sie Videos haben, ein YouTube-Kanal. Überall dieselben Angaben zu Name, Adresse, Leistungen.
- Veraltete Einträge korrigierenAlte Adressen, frühere Firmennamen oder Leistungen, die es nicht mehr gibt, in Verzeichnissen und Portalen aktualisieren.
- Gute Inhalte von anderen anstoßenEin Bericht in der Lokalzeitung, ein Projektbeitrag eines Kunden, ein Eintrag beim Verband oder bei der Innung. Was andere seriös über Sie schreiben, kann auch in KI-Übersichten auftauchen.
- Fehler meldenUnter jeder KI-Übersicht können Sie mit „Mag ich nicht“ Feedback geben und den Fehler beschreiben.
Beispiele aus meinen Projekten
Dass klare, gut strukturierte Websites in KI-Übersichten vorkommen, sehe ich bei meinen Kunden. Bei der Suche „psk schiebetür reparatur hanau“ nennt Googles KI-Übersicht den Fensterservice FensterFix als Ansprechpartner. Bei einer Suche nach einer Wohnungssanierung in Bad Homburg wird PR-KomplettSanierung namentlich genannt:
In beiden Fällen gab es keine Spezialtricks, sondern Seiten mit eindeutigen Leistungen, Orten und Fakten. Genau daran arbeite ich bei der GEO Optimierung und beim Local SEO für meine Kunden.
Was Sie lassen sollten
- Keine gekauften Bewertungen oder Gefälligkeitsartikel
- Keine selbst geschriebenen „Die 10 besten Betriebe in Ihrer Stadt“-Listen, in denen Sie selbst auf Platz 1 stehen
- Keine widersprüchlichen Angaben auf verschiedenen Plattformen
Fazit
Ob jemand Sie anruft, entscheidet sich zunehmend in einer Zusammenfassung, die Sie nicht selbst schreiben. Sie können aber dafür sorgen, dass die Quellen stimmen: eine Website mit klaren Fakten, gepflegte Profile, aktuelle Einträge. Das hilft in der klassischen Suche genauso wie in KI-Suchen. Wie das systematisch geht, zeigt der Artikel GEO Optimierung für Unternehmen. Eine Liste zum Abhaken finden Sie in der kostenlosen Local-SEO-Checkliste.


